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Ölberg und Kreuzweg 2020-02-03T17:35:00+01:00

TOUREN AUF EIGENE FAUST

Ölberg und Kreuzweg

Die Route, die vom Ölberg hinunter den Kreuzweg entlang bis zur Grabeskirche führt, ist seit vielen Generationen ein Anziehungspunkt für christliche Pilger.

Der Ölberg
Beginnen Sie Ihren Rundgang gegenüber dem Aussichtsplateau auf dem Ölberg. Folgen Sie, nachdem Sie den Blick auf die Altstadt genossen haben, der Straße, die durch den Friedhof den Hügel hinabführt. Die erste Abzweigung nach links führt Sie zu der wunderschönen Franziskanerkapelle Dominus Flevit („der Herr weinte“), die an Lukas 19:41 erinnert – „Als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie…“
Gehen Sie weiter den Hügel hinunter, vorbei an der russisch-orthodoxen Magdalenenkirche zu Ihrer Linken. Weiter unten erreichen Sie den Garten von Gethsemane. Beachten Sie vom Eingang aus die alten Ölbäume in dessen Mitte. Direkt an diesem Garten steht die Todesangstbasilika, an der Stelle, wo Jesus seine letzte Nacht in Freiheit verbracht haben soll. Die heutige Kirche wurde 1924 mit Spenden aus der ganzen Welt auf den Überresten einer Kreuzfahrerkirche erbaut, daher auch ihr moderner Name: Kirche alter Nationen. Folgen Sie nach der Besichtigung der Kirche dem Weg weiter hinunter bis zur Hauptstraße. Rechts befindet sich das Grab der Jungfrau Maria, auch die Mariä-Himmelfahrtskirche genannt, und nicht weit davon, ein paar Schritte hinauf, die Grotte von Gethsemane.

Das Löwentor
Folgen Sie nun der Hauptstraße nach rechts, den Hügel des Kidrontals hinauf – jenes großen Tals, das zwischen den Altstadtmauern und dem Ölberg liegt. Nehmen Sie die zweite Abzweigung nach links und gehen Sie bis zum Löwentor, dem östlichen Eingang zur Altstadt.
Die Altstadtmauern wurden im 16. Jahrhundert vom ottomanischen Sultan Suleiman dem Herrlichen auf den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Jedes ihrer Tore trägt eine arabische Inschrift, auf der die Titel und Errungenschaften des Sultans vermerkt sind, sowie wann der jeweilige Mauerabschnitt gebaut wurde. Darüber hinaus ist das Löwentor mit zwei Löwenreliefs verziert, an jeder Seite eine.

Der Bethesda-Teich
Gehen Sie durch das Tor und wenden Sie sich dann nach rechts zum Kloster der Weißen Mönche und zur St.-Anna-Kirche. Wenn Sie das Klostertor passieren, werden Sie von einem kleinen, stillen Gärtchen empfangen. Gegenüber steht die wunderschöne St.-Anna-Kirche – ein erhalten gebliebener romanischer Bau aus der Kreuzritterzeit. Westlich der Kirche sehen Sie die Überreste des Bethesda-Teichs, eines der wichtigsten Wasserreservoirs des herodianischen und römischen Jerusalems, das auch im neuen Testament Erwähnung findet – als die Stelle, wo Jesus einen Gelähmten heilte.

Der Kreuzweg
Kehren Sie zur Hauptstraße zurück und gehen Sie diese weiter entlang. Schon bald mündet sie in die Via Dolorosa – den durch die 14 Stationen gekennzeichneten Weg des Kreuzes. Die Erste Station, an der Jesus zum Tode verurteilt wurde, liegt in der Omariyya-Schule auf der rechten Straßenseite. Die Zweite Station, wo Jesus das Kreuz aufgeladen bekam, befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite in der Kapelle der Geißelung. Das nächste Gebäude an der Straße ist das Kloster der Schwestern von Zion. Sein Eingang befindet sich unter einem Bogen, der die Straße überspannt. Dieser ist Teil eines römischen Baus und unter dem Namen „Ecce Homo“-Bogen bekannt. „Dies ist der Mensch“ waren die Worte des Pilatus, als er Jesus der Menge vorführte. Das Kloster der Schwestern von Zion steht auf den Überresten der Antonia-Festung aus der herodianischen Epoche. Im Kloster kommen die Besucher den Hof der Festung besichtigen, und im Tiefgeschoß die Überreste eines weiteren Jerusalemer Wasserbeckens aus dem Altertum.

Die Talstraße
Wenn Sie die Via Dolorosa weiter entlanggehen, kommen Sie an die Kreuzung der HaGai Straße. Diese war zur Zeit des Zweiten Tempels eine der wichtigsten Straßen Jerusalems. In ihrer Mitte können Sie deren ursprüngliches, freigelegtes römisches Pflaster sehen. Die Dritte und die Vierte Station des Kreuzwegs befinden sich an der Straßenecke Via Dolorosa/HaGai. Gehen Sie, nachdem Sie links in die HaGai Straße eingebogen sind, an der ersten Abzweigung nach rechts zur Via Dolorosa zurück. An der Ecke liegt die Fünfte, und ein wenig weiter die Straße hinauf die Sechste Station, wo Veronika Jesus das Gesicht abwischte.

Suq Kahn ez-Zeit
Die Siebte Station liegt an der Ecke der Suq Khan ez-Zeit, der Hauptstraße des Altstadtbazars . Sie war schon zur Zeit des Zweiten Tempels eine der Hauptverkehrsadern Jerusalems. Zur Achten Station gelangen Sie über eine Treppenflucht an der Aqabat El-Khanqa Straße, gegenüber der Via Dolorosa. Biegen Sie nun links in die Suq Kahn ez-Zeit, und gehen Sie bis zu den Treppen, die rechts nach oben führen. Steigen Sie hinauf und folgen Sie diesem Weg bis zum Eingang des koptischen Patriarchats . Dies ist die Neunte Station. Begeben Sie sich von hier in den Äthiopischen Hof zu Ihrer Linken, und besuchen Sie die äthiopisch-orthodoxe Kirche namens St. Abraham. Dieser Hof, der wie ein kleines äthiopisches Dorf gebaut ist, befindet sich genau genommen auf dem Dach der Grabeskirche. Treppen führen von der Äthiopischen Kirche zu deren Vorhof. Die letzten fünf Stationen des Kreuzwegs liegen im Gebäude der Grabeskirche.

Das Heilige Grab
Die Grabeskirche ist eigentlich ein Komplex aus vielen Schreinen, Kapellen und Kirchen. In den letzten Jahren wurde ein großes Restaurierungsprojekt abgeschlossen. Es handelte sich dabei vor allem um Reparaturen von Beschädigungen, die durch eine Serie von Bränden im 19. Jahrhundert verursacht wurden. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde im 4. Jahrhundert errichtet. Auf Bitten seiner Mutter, Königin Helena, veranlasste der byzantinische Kaiser Konstantin der Große den Bau der Grabeskirche auf dem Golgota-Hügel, am Ort des Grabes Jesu. Das Bauwerk wurde beschädigt und im 6. Jahrhundert wieder aufgebaut. Nach erneuter Zerstörung bauten die Kreuzfahrer die Kirche im 12. Jahrhundert wieder auf. Die heutige Grabeskirche umfasst die Reste des Golgota-Flügels, auf dem die drei Kreuze standen, das Grab Jesu und die Kapellen und Kirchen der griechisch-orthodoxen, der armenisch-orthodoxen, der koptischen und der katholischen Glaubensgemeinschaften.

Das Gartengrab
Das Gartengrab wurde im 19. Jahrhundert vom berühmten englischen General Charles George Gordon entdeckt. Dieser erkannte in der Form des Hügels, der sich gegenüber der Altstadtmauern befand, die Form eines Schädels. Die Stätte wurde 1894 von der britischen „Gartengrabvereinigung“ erworben, die dort bei Ausgrabungen auf ein herodianisches Grab stießen, von dem einige glauben, dass es sich um das Grab von Joseph von Arimathäa handle und damit möglicherweise der Ort der Wiederauferstehung sei. Der Eingang zum Garten befindet sich auf der Conrad Schick Straße, zu der man über die Nablus Road gelangt. Besucher sind willkommen.

Mit freundlicher Unterstützung der: Jerusalem Tourism Authority – Municipality of Jerusalem