Private Guides, Touren und Tickets buchen|info@go-jerusalem.de
Ein Kerem 2020-02-03T17:32:45+01:00

TOUREN AUF EIGENE FAUST

Ein Kerem – Quelle, Baum und Stein

Ein Kerem bietet seinen Besuchern eine ländliche Umgebung, Terrassenbau, Obstplantagen, wunderschöne Kloster und nicht zuletzt fantastische Plätze zum Essen und Trinken

Wer wäre angesichts der zauberhaften Landschaft von Ein Kerem nicht begeistert? Wer bliebe unberührt beim Anblick der alten, auf Felsplateaus erbauten Steinhäuser, der alten Ackerbauterrassen mit ihren blühenden Mandel- und Feigenbäumen sowie der Kirchen und Kloster, deren Glocken die Luft mit Musik erfüllen.

Die Marienquelle
Ihr Rundgang beginnt an der Marienquelle, einer kleinen Quelle, von denen es in Jerusalem so viele gibt. Nach der christlichen Überlieferung machte Maria an dieser Stelle halt, als sie nach Ein Kerem kam, um Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, zu besuchen. Gleich neben der Quelle befindet sich das Targ-Musikzentrum. Musikliebhaber sind herzlich eingeladen, eines von dessen Kammermusikkonzerten zu besuchen, die hier abwechselnd freitags oder samstags stattfinden.

Die Heimsuchungskirche
Ihr nächster Halt gilt der Heimsuchungskirche, die an einer ziemlich steilen Straße gelegen ist. Hier genießen Sie die Verbindung eines wunderschönen Bauwerks mit einer herrlichen Aussicht. Vom Kirchvorplatz aus sehen Sie den Herzl-Berg, das Har-Nof-Viertel und den Moshav (Dorfgemeinde) Beit Zayit. Dahinter konnen Sie Motza Ilit und Mevasseret Jerushalayim erkennen. Im Hof der Kirche finden Sie die Keramiktafeln mit dem Magnifikat, dem Lobgebet zu Ehren Marias (Lukas 1:46-55) in Dutzenden verschiedenen Sprachen. Besuchen Sie auch den ersten Stock. Gehen Sie durch den überdachten Gang. Der christlichen Überlieferung nach befindet sich hier der Stein, hinter dem Johannes der Täufer vor den Soldaten des Herodes verborgen wurde, die den Auftrag hatten, alle Neugeborenen zu ermorden.
Die Fresken an der Wand zeigen Zacharias, den Vater von Johannes, im Tempel (links), Maria, als sie Elisabeth besuchte (Mitte) und den Kindermord (rechts). Nehmen Sie nun denselben Weg zurück, es ist genau der richtige Zeitpunkt für einen Kaffee oder eine warme Mahlzeit in einem der zahlreichen örtlichen Lokale.

Die Kirche des Johannes des Täufers
Ihr nächster Halt ist die Kirche Johannes des Täufers. Der christlichen Überlieferung nach ist dies der Ort, an dem Johannes der Täufer das Licht der Welt erblickte. Das Benedictus, die ersten Worte von Johannes Vater Zacharias nach der Geburt seines Sohnes, finden Sie im Hof auf Tafeln in verschiedenen Sprachen. In der Apsis der Kirche stehen Statuen von Maria, Zacharias und Elisabeth. Links davon führen einige wenige Stufen zur Geburtsstätte. Johannes der Täufer wurde in einem Gefängnis in Machareus (heute in Jordanien) enthauptet. Die entsetzliche Szene des Augenblicks vor seiner Hinrichtung ist auf einem beeindruckenden Gemälde im Inneren der Kirche zu sehen.
Unmittelbar neben der Kirchenmauer befindet sich ein Keramikstudio, in dem die Künstlerin Ruth Havilio ihre bezaubernden Platten und Kacheln herstellt.

Das Kloster der „Schwestern unserer Frau von Sion“
Beenden Sie Ihren Rundgang im großzügig angelegten Bau des Klosters mit seinem wunderbaren Gärten und seinem meditativen Stille. Betreten Sie den Garten durch das Eisentor und wenden Sie sich dann dem Gebäude zu, dessen Fassade aus Bogen und Gewölben besteht. Es gehört zum Gästehaus des Klosters, das in letzter Zeit zunehmend auch von Israelis „entdeckt“ wird.
Dieses Kloster wurde 1860 mit Spendengeldern von Alphonse Ratisbonne als Waisenhaus und Schule für Kinder gebaut, die ihre Eltern während der damals im Libanon tobenden Kriege verloren hatten. In den ehemaligen Räumen des Waisenhauses ist heute das geschäftige Gästehaus untergebracht. Streifen Sie über die Pfade des Gartens bis zu den bezaubernden Aussichtspunkten mit Blick auf die Jerusalemer Berge.

Johannes der Täufer
Der christlichen Überlieferung nach ist Ein Kerem der Geburtsort von Johannes, dem Täufer. Johannes starb unter  tragischen Umständen. Der einige Jahre vor Jesus geborene Johannes hatte die Gewohnheit, sich alleine in die Wüste zurückzuziehen und dort, bekleidet mit Kamelhaarkleidung, ein asketisches Leben zu  führen. Er rief Menschen zur Busse auf und taufte die, die seinem Aufruf folgten, im Jordan. Einer dieser Menschen war Jesus, und Johannes erkannte ihn als den Messias. Johannes bedeutender Einfluss ärgerte König Herodes Antipas.
Außerdem wagte es Johannes, die Heiratspolitik des Königs zu kritisieren. Dieser hatte die Absicht Herodias, die Frau seines verstorbenen Bruders Philippus, zu heiraten. Der König ließ Johannes festnehmen und ihn in der Festung Machaerus einsperren. Während der Hochzeitsfeier forderte Antipas seine Stieftochter Salome auf, vor ihm zu tanzen und bot im Gegenzug an, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Salome wollte Johannes Kopf und so wurde ihr dieser auf einem Servierteller gebracht.

Mein Jerusalem von Mali Levi-Gershon
Mir gefällt die zauberhafte Atmosphäre dieses Jerusalemer Dorfes. Im Zentrum, inmitten der alten, aus Jerusalemer Stein gebauten Häusern, sprudelt eine Quelle. Alles ist ruhig und friedlich, die umliegende Landschaft ist unglaublich und die Atmosphäre ist einzigartig. Es gibt außerdem nette Cafés, die zum Sitzen einladen. lch verdanke diesem Ort viele großartige Wochenenden.

Mit freundlicher Unterstützung der: Jerusalem Tourism Authority – Municipality of Jerusalem