Safra Platz und Russischer Platz

Der Safra-Platz und der "Russische Platz" verbinden Altes mit Neuem - dort finden Sie Architektur aus dem 19. Jahrhundert und dem hochmodernen Rathauskomplex.

  Safra Platz
Beginnen Sie ihren Rundgang bei der Palmengruppe am Beginn der Jaffa-Straße. Sie stehen an der Schwelle des überaus beeindruckenden Safra-Platzes, der die Büros des Jerusalemer Rathauses beherbergt. Zwei brandneue Gebauede wurden auf dieser 1993 eingweihten Anlage errichtet. Sie fügen sich harmonisch in das Bild der übrigen Bauten ein, die aus der Endzeit der ottomanischen Periode und dem Beginn des britischen Mandats stamen. Wenden Sie sich von den Palmenbauemen in Richtund des "Daniel-Auster" Parks, benannt nach dem Mann, der von 1944-1945 sowie von 1948-1950 Bürgermeister von Jerusalem war. Dieser reizende Garten im europaeischen Stil wurde von der türkischen Herrscherrn im 19.Jahrhundert angelegt. Das der Altstadt gegenüber liegende Gebäude an der Ecke ist das ursprüngliche Rathaus, das die Briten um 1930 errichteten. Da das städtische Budget damals aüßerst gering war, wurde beschlossen, das die Barclays Bank den Bau finanzieren sollte. Im Gegenzug dafür erhilet sie ein dreißigjähriges Nutzungsrecht für dessen südlichen Flügel. Der an den "Daniel-Auster" Park angrenzende Gebäuden wurde erfolgreich renoviert. Der Eingang der Bibelgesellschaft (Gebaude 8) ist mit armenischen Keramiken verziert; ein Davidstern schmückt das Tor des Bergheim-Hauses (neben Nr.8), das Heim eines zum Christentum konvertierten deutsch – jüdischen Kaufmanns; das lange Gebäude mit den vielen Fenstern und Öffnungen (Gebäude 4) beherbergten viele Jahre die Zoologische Abteilung der Hebräischen Universität von Jerusalem. Beachten Sie auch die gegenüber liegende Seite der Jaffa-Straße mit einer Reihe erst unlängst gründlich gereinigter Gebäude im armenischen Stil, deren Schönheit heute in neuem Glanz erstrahlt.
 
  Nützliche Tipps:
Die Jerusalemer Stadtverwaltung veranstaltet jeden Montag  und Mittwoch um 10:00 Uhr Füherungen auf dem Safra-Platz (in Englisch und Hebraisch). U.a das Stadtmodell – im Maßstab 1:500, einschließlich noch in Planung befindlicher Projekte.

Kosten:10 NIS pro Person.
Treffpunkt: Am Eingang zum Platz an der Jerusalem Karte.
Gruppenbuchungen können wochentags gebucht werden unter Tel: 00 972(0)2 62 95 363

Der Segej-Hof – kostenloser Zutritt, während der regulären Arbeitszeiten.
 
Russischer Platz
Das Jerusalemer Rathaus steht mitten auf dem Russischen Platz. Den Beweis dafür liefern das Gebäude des russischen Konsulats um das russische Hospital, die das Rathaus umgeben. Das benachbarte Gebäude des Friedensgerichts diente einst als Unterkunft für russische Pilger und die diplomatische Vertretung Russlands. Bis zum Umzug in sein neues Heim im Regierungsviertel 1992 war hier auch das Oberste Gerichtshof untergebracht. Der Russiche Platz wurde 1980 gebaut. Das Kirchengebäude mit den vielen Türmen, die russich-orthodoxe heilige Dreifaltigkeitskathedrale, ist eine Kombination aus klassicher und byzantinischer Architektur. Wenn die Kirche geöffnet ist, sollten Sie diese unbedingt besuchen, und ihre zahlreichen Wandgemälde bewundern. Die Jerusalemer Polizeihauptwache ist in der ehemaligen Herberge für männliche Pilger aus Russland untergebracht. Am Eingang sehen Sie die Ueberreste einer Steinmetzarbeit, vermutlich aus der Zeit des zweiten Tempels oder der byzantinischen Epoche. Irgendjemand hatte damals offenbar die Absicht, eine Säule zu erstellen, aber ein infolge der Bauarbeiten entstandener Riss führte dazu, dass der Fels nicht weiter bearbeitet werden konnte. Die Säue ist als "Finger des Og" bekannt. Eine weitere Sehenswürdigkeit des russischen Platzes ist die Herberge, die ursprünglich den weiblichen Pilgern diente, und heute das Museum zur Geschichte der Gefangenen der Untergrundorganisationen beheimatet. Beenden Sie ihren Rundgang an der "Sergej-Herberge" an der Heleni Hamalka Straße. Die Herberge wurde 1890 anläßlich eines Besuchs des Prinzen Sergej, eines Mitglieds der Zarenfamilie und auf dessen Initiative hin erbaut. Heute sind darin die Büros des Landwirtschaftsministeriums, der israelischen Natur-und Parkbehörde und des Naturschutzvereins untergebracht. Im malerischen Hof können Sie eine Sammlung antiker Landwirtschaftsgeräte und Wassertransportmittel bestaunen.
 
Jaffa Straße
Wie schon ihr Name sagt , war die Straße der Weg, der von Jaffa an der Mittelmeerküste bis in die Altstadt von Jerusalem führte. Dieser endete am Jaffa-Tor. Die Route der heutigen Straße von Tel Aviv nach Jerusalem wurde erstmals nach den Kreuzzügen im Mittelalter benutzt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts pflasterte man den damals alten Schotterweg mit Steinen. An seinen beiden Seiten standen Wachtürme, um die zweitägige Reise etwas sicherer zu machen. Der erste davon steht noch und beherbergt heute die Polizeiwache am "Machane Yehuda" Markt. Als die jüdische Bevoelkerung ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die engen Viertel der Altstadt verliess, um sich außerhalb der Stadtmauern niederzulassen, wurde die Jaffa-Straße zur ihrer neuen Hauptstraße. Überall ringsum entstanden Banken, Geschäfte und Büros. Sie war nicht nur die erste Jerusalemer Straße, an deren Seite man Bäume pflanzte und die man nachts beleuchtete, sie umfasste auch die erste öffentliche Parkanlage der Stadt.



Mit freundlicher Unterstützung der: Jerusalem Tourism Authority - Municipality of Jerusalem


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