Die russisch-orthodoxe Kirche

Die Jerusalemer russisch-orthodoxe Mission wurde 1858 gegründet. Besuche russischer Christen im Heiligen Land hatte es jedoch schon seit dem 11. Jahrhundert, also wenigen Jahren nach der Christianisierung Kiews, gegeben. Sie wurden 900 Jahre lang fortgesetzt, bis sie sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu jenen großen jährlichen Pilgerfahrten entwickelten, die bis zum Ersten Weltkrieg stattfanden und mit Ausbruch der Bolschewikischen Revolution ein jähes Ende fanden. Seit 1949 liegt der Anspruch auf den russischen Kirchenbesitz in den Territorien, die bis damals zum Staatsgebiet Israels gehörten, in Händen der russisch-orthodoxen Mission (dem Patriarchat von Moskau); der Anspruch auf den Kirchenbesitz in Gebieten, die damals (1948-1967) unter jordanischer Verwaltung standen, verblieb bei der russisch-ekklesiastischen Mission, die die russisch-orthodoxe Exilkirche vertritt. Beide Missionen werden jeweils von einem Archimandriten angeführt, dem mehrere Mönche und Nonnen zur Seite stehen. Seit 2001 bemühten sich die beiden Mutterkirchen um einem Wiederannäherungs- und Versöhnungsprozess, der 2007 durch die Unterzeichnung des Aktes der kanonischen Gemeinschaft formal gekrönt wurde.

Eine Mission der rumänisch-orthodoxen Kirche wurde 1935 ins Leben gerufen. Auch sie wird von einem Archimandriten geführt und besteht aus einer kleinen Gemeinschaft in Jerusalem ansässiger Mönche und Nonnen.

Author: Yishai Eldar

Mit freundlicher Unterstützung des: Ministry of Foreign Affairs - The State of Israel


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